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Ein "sagenhaftes" Konzert Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sonja Huck   
11.02.2009

Rolf Schmidt 30 Jahre Dirigent beim Musikverein Bernau e.V.

In die unbekannte Welt der Märchen und Sagen entführte der Musikverein Bernau e.V. seine Zuhörer beim Jahreskonzert, welches im Hans-Thoma-Kurhaus Bernau am 29. und 30. Dezember 2008  stattfand.

Jahreskonzert 2009

Märchenhaft stellte Vorsitzender Anton Schmidt seinen Verein und das Jahreskonzert vor  und überließ die weitere Ansage Sonja Huck, die längst vergessene  Märchen wieder lebendig werden ließ und so in die musikalische Welt der Märchen und Sagen führte.

 

Vor dem großartigen Bühnenbild von Christine Schmidt mit einem romantischen Märchenschloss ließ der Musikverein zur Eröffnung des Konzertes  mit dem Stück ‚Arioso’ von Klaus-Peter Bruchmann ein emsiges Treiben im Schloss aufleben. Sehr stimmungsvoll erklang die romantische Musik zum Erwachen des Tages mit der ‚Morgenstimmung’ aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg. Ebenso anmutend und bezaubernd war der fröhlich beschwingte Walzer aus der Ballettmusik ‚Dornröschen’ von Peter Tschaikowski  anzuhören. Gewaltig erklang der Nibelungen-Marsch mit Motiven aus Richard Wagners ‚Ring der Nibelungen’ von Gottfried Sonntag arrangiert. Den ersten Teil beschlossen ‚Gulliver’s Reisen’ von Bert Appermont. Der Musikverein entführte das Publikum nach Lilliput, in das Land der Zwerge, dann in das Land der Riesen, intoniert durch die Bassgruppe, weiter zur schwimmenden Insel Laputa und letztlich in das Land der Pferde. Die trappelnden und galoppierenden Pferde wurden von den Trompeten hervorragend nachgeahmt.

Der zweite Teil beinhaltete  nicht nur Klassiker der amerikanischen Musik, sondern war zugleich Plattform für außergewöhnliche solistische Darbietungen. Zunächst war  das Orchester mit dem symphonischen Portrait „West Side Story“ von Leonard Bernstein gefordert. Die große Instrumentenvielfalt des Musikverein Bernau war im folgenden „My Way“ zu erleben, in welchem  Ulrich Lentmaier mit der Trompete und Timo Schmidt am Piano solistisch glänzten. Ein Höhepunkt des Konzertes war zweifelsohne  die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin, mit dem sich auch Dirigent Rolf Schmidt einen lang gehegten Wunsch erfüllte. Vater und Sohn Anton und Anselm Schmidt überzeugten in den fantastischen Soloparts. Anselm Schmidt riss die Zuhörer mit seinen eigenen Improvisationen  in den Bann. Beide Ausnahme- Musikanten ernteten tosenden Applaus. Viel Beifall bekam auch Silvia Kaiser für ihren solistischen Gesangsvortrag  in „New York, New York“  Als letzter Solist brillierte Timo Schmidt  in „Just a Gigolo“.

Seit 1978 hält Rolf Schmidt den Taktstock in der Hand und hat somit fast das ganze Orchester selbst ausgebildet. Nach dieser langen Zeit versteht es Rolf Schmidt  noch immer, seine Musiker zu Höchstleistungen zu motivieren und das Orchester kameradschaftlich zusammenzuhalten. Dass Rolf Schmidt „nur“ der siebte Dirigent in der 144jährigen Geschichte des Musikvereins Bernau, ist ein weiteres Zeichen für die Stabilität und Kontinuität im Verein. Mit den Zugaben konnten die Musikerinnen und Musiker mit eigens angefertigten Transparenten ihrem Dirigenten Danke sagen: Danke für 30 Jahre!