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Musik und Gesang in der Kirche Drucken E-Mail
Geschrieben von: SUB (BZ)   
31.01.2015

Der Musikverein Bernau trat zum Ende seines Jubiläumsjahres erstmals gemeinsam mit dem Kirchenchor auf.

Zum Abschuss des Jubiläumsjahres, in dem der Musikverein Bernau sein 150-jähriges Bestehen mit dem Bezirksmusikfest zu Pfingsten gefeierte hatte, fand am Sonntag in der weihnachtlich geschmückten Pfarrkirche St. Johann ein Kirchenkonzert statt, das vom Kirchenchor Bernau mitgestaltet wurde. Nie zuvor haben die beiden Vereine mit Musik und Gesang ein gemeinsames Konzert gegeben, das in dieser Konstellation nicht nur besonders gelungen, sondern auch sehr reizvoll war.

Weiter zum ganzen Beitrag der Badischen Zeitung (veröffentlicht  am 31. Januar 2014 auf badische-zeitung.de)

 

In der gut besuchten, zusätzlich mit Kerzen geschmückten Kirche musizierten die mehr als 50 Musikerinnen und Musiker vor dem Altar, während die Sängerinnen und Sänger auf der Empore Platz genommen hatten. Dirigent Rolf Schmidt und Dirigentin Ursula Wäschle-Weiger hatten für dieses besondere Konzert in der besonderen Zeit zwischen den Jahren weihnachtliche und weltliche Musikstücke einstudiert, die sich im großen Kirchenraum wunderbar ergänzten und die Besucher erfreute. Sehr gut angenommen und angekommen war die Möglichkeit für die Konzertbesucher, bei drei bekannten Weihnachtsliedern mit Chor und Orchester mitsingen zu können – eine sehr schöne Idee!

Begrüßt wurden die Zuhörer von den beiden Vereinsvorsitzenden Anton Schmidt und Armin Spitz. Der Musikverein Bernau mit seinem Dirigenten Rolf Schmidt eröffnete das Konzert mit den beiden altbekannten Weihnachtsliedern, dem aus Österreich stammenden "Es wird schon gleich dunkel" und "Herbei o ihr Gläubigen", beide sehr schön für Orchester arrangiert, die im Kirchenraum wunderbar erklangen. Der Kirchenchor unter der Leitung von Ursula Wäschle-Weiger antwortete von der Empore aus mit dem Jodler "Der Himmlische", geprägt von alpenländischem und klassischem Charme und dem aus Böhmen stammenden bekannten Weihnachtslied "Kommet ihr Hirten". Mit dem sehr stimmungsvoll musizierten "Adagio religioso" erfreute der Musikverein, der anschließend mit dem Chor das Volk in der Kirche bei den Liedern "Süßer die Glocken nie klingen" und dem besonders feierlich erklingenden "Stille Nacht, heilige Nacht" begleitete.

Ein musikalischer Hochgenuss war das Trompeten-Duett von Vivaldi mit den Trompetern Uli Lentmaier und Guido Wasmer, Ursula Wäschle-Weiger begleitete sie auf der Orgel. Noch einmal erklang vielstimmig der Kirchenchor auf der Empore mit dem ursprünglich kirchlichen Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" aus dem 16. Jahrhundert und dem noch älteren, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kirchenlied "In dulci jubilo" – in süßer Freude. Der Chor verabschiedete sich solistisch mit "Tochter Zion, freue dich", einem kirchlichen Adventslied, das erst um 1820 entstanden und schnell sehr populär geworden ist, begleitet von einem Bläserquartett unten vor dem Altar, ein wunderbares Zusammenspiel.

Der Musikverein Bernau verabschiedete sich aus dem Jubiläumsjahr mit drei beinahe weltbekannten Melodien, mit "The Rose", mit dem "Halleluja" und dem "Chariots of Fire" – dem Streitwagen aus Feuer – mit der "Stunde des Siegers" aus einem sportlich orientieren Film.

Den sehr emotionalen Schlusspunkt setzten Musikverein und Kirchenchor mit solistischen Trompetern mit dem gemeinsam mit den Konzertbesuchern gesungenen Schlusschor "Oh du Fröhliche", einem der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder. Die Darbietungen wurden mit reichlich Beifall belohnt.

Die erbetenen Spenden für dieses Kirchen- und Jubiläumsabschlusskonzert gehen laut des Vorsitzenden Anton Schmidt je zur Hälfte an die Sozialstation St. Blasien und die Aktion "Bürger in Not".